Ingersheim – Aus einer Vision ist Realität geworden:
Film zum Projekt
Was heute als einladender Treffpunkt für Gäste erscheint, begann vor wenigen Jahren mit einer Idee – und einer alten, in die Jahre gekommenen denkmalgeschützten Scheune. Das historische Gebäude, bot großes Potential, stellte die Bauherren jedoch zugleich vor zahlreiche Herausforderungen.
Es begann mit ersten Gesprächen mit dem Landesdenkmalamt, um den Umgang mit der historischen Substanz zu klären. Ziel war es, den Charakter der Scheune zu bewahren und gleichzeitig eine moderne Nutzung zu ermöglichen. Es folgten intensive Untersuchungen, Planungen und Abstimmungen sowie baubiologischen Analysen bis der Bauantrag eingereicht wurde.
Mit dem Baubeginn wurden alte Strukturen freigelegt, gesichert und manche eingelagert. Massive Bodenplatten wurden entfernt, Fundamente angepasst und unerwartete Gegebenheiten gemeistert. Auch das Dach sowie Teile der Konstruktion erforderten besondere Aufmerksamkeit. Schritt für Schritt entwickelte sich aus der Baustelle ein Ort mit neuem Leben.
Besonderer Wert wurde dabei auf den Erhalt historischer Elemente gelegt. So wurden beispielsweise Materialien wie Holz aus dem Bestand wiederverwendet und alte Bauteile, wie der Boden aus der Milchküche, integriert. Gleichzeitig entstanden moderne Bereiche wie eine Catering-Küche, Gastraum und Technikräume, die heutigen Anforderungen gerecht werden.
Das Winzercafé in Neipperg mit 3 Ferienwohnungen ist ein ökologisches, nachhaltiges Bauwerk. Das Haus entstand komplett in Holztafelbauweise.
Auch im Betrieb des Bio-Cafés wurde auf natürliche und einheimische Produkte Wert gelegt. Die Nähe zur Natur der Winzerfamilie Hönnige ist auch im Baustil und der Möblierung erkennbar. Massive in allen Räumen sichtbare Brettholzstapeldecken, Holzmöbel, Holzschalung an der Fassade, geölte Eicheböden, Kalkputz und Cellulose in Kombination mit Holzweichfaserplatten sind Basis für ein Wohlempfinden der Besucher des Cafés und auch der Ferienwohnungen.
Im Erdgeschoss befindet sich das barrierefrei gestaltete Café mit 43 Sitzplätzen und einer Terrasse. Die lichtdurchflutenden Räume laden zum Verbleiben bei einem Café (Öko-Kaffee aus Siebträgermaschine) und selbst gebackenen Kuchen ein. Auch hier erkennt man die Nähe zur Natur mit Linoleum (Wandverkleidung Nassräume) und Holztheke. Selbst die Akustikdecke aus 3-Schichtplatten wurde mit der Bauherrschaft und Architektin zusammen entwickelt und in Eigenregie verwirklicht. Im ersten Obergeschoss befinden sich zwei kleinere Ferienwohnungen (Lemberger und Trollinger) mit 45 m², im DG ist die nicht zu toppende Ferienwohnung Riesling mit zwei Schlafzimmern und einer Galerie mit zwei weiteren Betten. 98 m² laden hier zum Wohlfühlen, Träumen und erholen nach einem Sparziergang, z.B. um das Schloss des Grafen Neipperg, ein.
Bauvorhaben:
Umbau und Sanierung des evangelischen Gemeindehauses in Güglingen mit Kindergarten im Erdgeschoss
Beschreibung:
Das alte Gemeindehaus wurde in den 60er Jahren erbaut. Mit den Jahren fanden immer wieder Reparaturen, innere Veränderungen und Erneuerungen statt. Trotzdem wurden, auch aufgrund der Räumlichkeiten und der Energiekosten, eine grundlegende Renovierung und ein innerer Umbau notwendig. Bei einer etwa einjährigen Bauzeit wurden mit viel Eigenleistungen der Kirchengemeinde grundlegende Veränderungen vorgenommen, z.B. Aufstockung des Treppenhauses, Einbau eines Aufzugs, Anbau Fluchtbalkon und Windfang.
Die umgestalteten und sanierten Räume sind jetzt freundlich, hell und laden die Besucher zum Verbleiben ein. Eine neue Lichtkuppel über dem Mehrzweckraum des Kindergartens bringt viel natürliches Tageslicht in die Räume. Der alte Parkettboden im Saal wurde erhalten, durch eine neue Akustikdecke und freundliche Innengestaltung ist der Raum vielseitig nutzbar. Das Treppenhaus erhielt eine Kunstverglasung der Güglinger Künstlerin Ursula Stock. Dadurch wird der Besucher freundlich zum Eintritt und Aufenthalt in das Haus eingeladen.
Das Haus mit einer Bausumme von knapp 700.000 € wurde im Februar 2008 eingeweiht und wird durch die Möglichkeit der flexiblen Raumgestaltung sowie der freundlichen Architektur gerne von der Gemeinde angenommen.